Identische Kalenderjahre: Im Jahr 2023 wiederholt sich der Kalender aus dem Jahr 1989.

1989 hat nicht nur Deutschland auf beiden Seiten der ehemaligen innerdeutschen Grenze verändert. Das Jahr prägte den gesamten europäischen Kontinent, hatte Folgen für das politische Geschehen in unzähligen Ländern und ebnete den Weg für die Europäische Union, wie sie heute existiert. 1989 hat viele Gesichter: Anlässlich des dreißigjährigen Jubiläums erzählen junge Europäer*innen, wo ihnen das Jahr heute im Alltag begegnet, was es für ihre Länder verändert hat und welche langfristigen Folgen sie 2023 noch spüren.

Das Jahr 1989 stand maßgeblich unter dem Einfluss der politischen Umwälzungen in den europäischen Ostblockstaaten, welche durch wachsenden Protest der Bevölkerung hervorgerufen wurden. Mit den ersten demokratischen Parlamentswahlen in Polen, dem Abbau der Grenzanlagen Ungarns zu Österreich ab Mai, der Grenzbefestigungen der Tschechoslowakei im Dezember und dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 kam es zur Öffnung des Eisernen Vorhangs. Dies leitete das Ende des Kalten Krieges ein und markierte das Ende des „kurzen 20. Jahrhunderts“. In China löste dagegen das Militär am 3. und 4. Juni 1989 die monatelange Besetzung des Platzes des himmlischen Friedens mit dem Tian’anmen-Massaker gewaltsam auf und unterband die Bestrebungen von Studenten nach weitergehender Öffnung der Gesellschaft und Demokratie.

Die Sowjetunion zog indessen ihre Truppen aus Afghanistan zurück; damit endete der zehn Jahre lang andauernde Sowjetisch-Afghanische Krieg. Im Januar 1989 trat George H. W. Bush das Amt des 41. Präsidenten der Vereinigten Staaten an. Bundespräsident Richard von Weizsäcker wurde am 23. Mai 1989 im Amt bestätigt.

Politik und Weltgeschehen

Januar

1. Januar: Jean-Pascal Delamuraz wird Bundespräsident der Schweiz.
1. Januar: Durch einen Bericht von Michael R. Gordon in der New York Times wird die Beteiligung der Unternehmen Imhausen-Chemie und Salzgitter AG an einer Chemiewaffenfabrik in Rabta, Libyen bekannt.
1. Januar: Das von den USA und Kanada geschlossene Freihandelsabkommen Canada–United States Free Trade Agreement tritt in Kraft.
1. Januar: Das Montrealer Protokoll über Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen tritt in Kraft.
2. Januar: Ranasinghe Premadasa wird neuer Staatspräsident von Sri Lanka.
10. Januar: Der Kubanische Militäreinsatz in Angola mündet nach dreizehnjähriger Präsenz in einen beginnenden gestaffelten Truppenabzug aus Angola.

20. Januar: Amtseinführung von George H. W. Bush als 41. US-Präsident. Er folgt Ronald Reagan, der nach zwei Amtszeiten nicht wiedergewählt werden konnte.
21. Januar: in der Volksrepublik Ungarn verzichtet die Ungarische Sozialistische Arbeiterpartei auf ihre Führungsrolle.
29. Januar: Die Wahl zum West-Berliner Abgeordnetenhaus endet sensationell: Die CDU/FDP-Koalition (Senat Diepgen IV) unter Eberhard Diepgen verliert ihre Mehrheit, die FDP scheitert mit 3,9 % an der 5 %-Hürde, die CDU erhält 8,7 Prozentpunkte weniger als bei der Wahl 1985, die 1983 gegründete Partei Die Republikaner zieht erstmals in ein westdeutsches Landesparlament ein.

Februar

Union des Arabischen Maghreb (dunkelgrün), Arabischer Kooperationsrat (rot) und (geplante) Erweiterungen
2. Februar: Ergebnislos gehen die Wiener MBFR-Verhandlungen über eine Truppenreduzierung in Europa nach 16-jähriger Dauer zu Ende.
3. Februar: Umsturz in Paraguay, Absetzung des Diktators Alfredo Stroessner (danach bis zu seinem Tod im Exil in Brasilien)
6. Februar: Erstes Treffen am Runden Tisch in Warschau. Die Kommunisten geben Macht ab.
14. Februar: Durch eine Fatwa abgesichert ruft der iranische Revolutionsführer Ruhollah Chomeini zur Tötung des Schriftstellers Salman Rushdie auf. Sein Buch Die satanischen Verse richte sich gegen den Islam, den Propheten und den Koran.
15. Februar: Der im Mai 1988 begonnene sowjetische Truppenrückzug aus Afghanistan ist abgeschlossen. Damit endet die am 25. Dezember 1979 begonnene sowjetische Intervention in Afghanistan.
15. Februar: Die Parlamentswahl in Sri Lanka wird durch die regierende United National Party gewonnen.
16. Februar: In Bagdad gründen Irak, Jordanien, Ägypten und die Jemenitische Arabische Republik (Nordjemen) den Arabischen Kooperationsrat. Ziel des vor allem auf irakisches Betreiben gegründeten Bündnisses soll die Einheit, Solidarität und Stärkung der arabischen Nation sein. Trotz einiger Kooperationsabkommen und weiterer Abkommenentwürfe entsteht nur eine Art Freihandelszone.
17. Februar: In Marrakesch gründen Algerien, Libyen, Marokko, Mauretanien und Tunesien die Union des Arabischen Maghreb. Der Zusammenschluss bezweckt das Anstreben einer Wirtschaftsunion und eine einheitliche Politik in Belangen Nordafrikas.
24. Februar: Staatsgäste aus 163 Ländern nehmen an der Bestattung des japanischen Kaisers Hirohito teil. Dieser hatte von 1926 bis zu seinem Tod regiert.

März

9. März: In Wien beginnen Abrüstungsverhandlungen in Europa, an deren Ende der im Jahr 1992 wirksam werdende Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa stehen wird.
12. März: Landtagswahlen in den österreichischen Bundesländern Kärnten, Tirol und Salzburg bringen für die regierenden Parteien SPÖ und ÖVP deutliche Verluste; die rechtsgerichtete FPÖ unter ihrem Parteiobmann Jörg Haider erhält deutlich mehr Stimmen als bei der jeweiligen Wahl zuvor.
12. März: Kommunalwahl in Hessen bestätigen den Trend: herbe Verluste für CDU und FDP, Stagnation bei SPD und Grünen, deutliche Hinzugewinne für die rechtsradikalen Parteien NPD und Republikaner
13. März: Ein geomagnetischer Sturm legt die Stromversorgung in der kanadischen Provinz Québec lahm.
13. März: Eine unterirdische Sprengung im DDR-Kalirevier Merkers verursacht einen Gebirgsschlag. In der Gemeinde Völkershausen werden fast 80 % der 360 Wohnhäuser im Ort und fast alle historischen Gebäude beschädigt (Gebirgsschlag Völkershausen)
16. März: Das Abgeordnetenhaus von Berlin wählt mit den Stimmen von SPD und Alternativer Liste (Grüne) den Sozialdemokraten Walter Momper zum Regierenden Bürgermeister von West-Berlin.
26. März: Wahl der obersten Volksversammlung in Laos
26. März: Erstmals dürfen die Bürger der Sowjetunion ihre Vertreter im Volksdeputiertenkongress frei wählen.
28. März: Serbien beendet die Autonomie des Kosovo und der Vojvodina.
April

2. April: Wahl von Zine el-Abidine Ben Ali als Staatspräsident in Tunesien
5. April: Wiederzulassung der Solidarność in Polen
9. April: Massaker vor dem Parlamentsgebäude in Tiflis, Georgische Sowjetrepublik

Mai

2. Mai: Ungarn dokumentiert den Abbau seiner Grenzsperren nach Österreich durch einen Auftritt des ungarischen Außenministers Gyula Horn mit seinem österreichischen Amtskollegen Alois Mock, die per Bolzenschneider einen Signalzaun kappen. Die Erlaubnis zur Demontage erteilte die Sowjetunion im März, doch ein breites Medieninteresse stellte sich daraufhin nicht ein.
7. Mai Kommunalwahlen in der DDR. Oppositionelle stellten zahlreiche Wahlmanipulationen fest.
9. Mai: Slobodan Milošević wird Staatspräsident von Serbien.
23. Mai: Die Bundesversammlung wählt Richard von Weizsäcker zur zweiten Amtszeit als Bundespräsident.

Juni

Tadeusz Mazowiecki (1989)
3. Juni: Tod von Ajatollah Ruhollah Chomeini im Iran. Ajatollah Ali Chamene’i rückt an seine Stelle.
3. Juni: Mit zirka 18.000 Fahrzeugen demonstrieren Berliner gegen das vom rot-grünen Senat unter Walter Momper (SPD) verordnete Tempolimit 100 auf der AVUS und sammeln über 100.000 Unterschriften. Die AVUS war die einzige limitfreie Autobahn innerhalb West-Berlins.
4. Juni: Massaker auf dem „Platz des Himmlischen Friedens“ in Peking, China
4. Juni: Bei den ersten demokratischen Parlamentswahlen in Polen gewinnt das „Bürgerkomitee“ und Tadeusz Mazowiecki (Solidarność) wird designierter erster nicht-kommunistischer Ministerpräsident. Mit dieser Wahl beginnt die politische Wende im Ostblock.
6. Juni: Ajatollah Ali Chamene’i wird Staatsoberhaupt in Iran auf unbestimmte Zeit.
6. Juni: Zu chaotischen Zuständen kommt es in Teheran bei den Trauerfeierlichkeiten für Ajatollah Ruhollah Chomeini. Fünf Millionen Menschen sind auf den Straßen der iranischen Hauptstadt.
11. Juni: France-Albert René wird als Staatspräsident der Seychellen in seinem Amt bestätigt.
12. und 13. Juni: Staatsbesuch des sowjetischen Staats- und Parteichefs Michail Gorbatschow in Bonn, der damaligen Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Gorbatschow und Bundeskanzler Helmut Kohl unterzeichnen eine Gemeinsame Erklärung.[1]
18. Juni: zweite Runde der teilweise freien Parlamentswahlen in Polen. Das „Bürgerkomitee Solidarność“ gewinnt alle 161 der in freier Wahl vergebenen Sitze im Sejm und 99 von 100 Sitzen im neuerrichteten Senat.
18. Juni: Bei der Europawahl in Deutschland ziehen die rechtsradikalen Republikaner auf Anhieb mit 7,1 Prozent der Stimmen und sechs Abgeordneten in das Europaparlament ein.
19. Juni: Anschlag der Provisional Irish Republican Army auf die Quebec Barracks der britischen Streitkräfte in Osnabrück.
23. Juni: Wiederzulassung Ägyptens zur Arabischen Liga
30. Juni: Omar al-Baschir wird nach einem unblutigen Militärputsch Präsident der Republik Sudan.

Juli

9. Juli: Carlos Menem wird Präsident von Argentinien.
17. Juli: Österreich beantragt die Aufnahme in die EG.
19. Juli: Der bisherige Staatsratsvorsitzende Wojciech Jaruzelski wird mit einer Stimme Mehrheit zum polnischen Staatspräsidenten gewählt. Die Opposition hat ihn in einer Kompromisslösung akzeptiert.
20. Juli: Die Militärregierung Myanmars stellt die Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi erstmals unter Hausarrest.

August

6. August: Jaime Paz Zamora wird Präsident Boliviens.
19. August: „Paneuropäisches Picknick“ an der ungarischen Grenze zu Österreich bei Sopron, kurzzeitig wird ein Grenztor geöffnet, dabei können zirka 700 DDR-Bürger fliehen.
23. August Über 600 Kilometer von Reval über Riga nach Vilnius bilden eine Million Menschen eine Kette, um für die Unabhängigkeit der baltischen Staaten zu demonstrieren.
24. August: Wojciech Jaruzelski wird erster Staatspräsident Polens und Tadeusz Mazowiecki Ministerpräsident.
25. August: Deutsch-ungarisches Geheimtreffen auf Schloss Gymnich bei Bonn, auf Initiative des ungarischen Ministerpräsidenten Miklós Németh mit Außenminister Gyula Horn und Botschafter Horváth; mit Bundeskanzler Helmut Kohl, seinem Berater Horst Teltschik und Außenminister Hans-Dietrich Genscher.[2]
31. August: Dschibuti wird Mitglied in der UNESCO.

September

2. September: Eine polizeilich niedergeschlagene Demonstration, der Purple Rain Protest, fand in Kapstadt, Südafrika statt.
4. September: Erste Montagsdemonstration in Leipzig.
11. September: Ungarn öffnet seine Grenze zu Österreich, Deutsche aus der DDR gelangen hier in den Westen.
23. September: Souveränitätserklärung Aserbaidschans
26. September: Aus Kambodscha ziehen sich die letzten vietnamesischen Truppen zurück.
30. September: Hans-Dietrich Genscher verkündet vom Balkon der Prager Botschaft die Ausreisegenehmigung für alle DDR-Flüchtlinge, die in die Botschaft geflüchtet sind.
30. September: Die Konföderation Senegambia geht zu Ende. Gambia verweigert sich dem Drängen Senegals auf Vereinigung beider Staaten.

Oktober

40. Jahrestag der DDR

Sondermarke 40 Jahre DDR
1. Oktober: Erste Sonderzüge mit DDR-Flüchtlingen aus der Deutschen Botschaft in Prag von Prag über das Gebiet der DDR nach Hof in Bayern
2. Oktober: Montagsdemonstration Leipzig mit 20.000 Teilnehmern
4. Oktober: Vereinzelte Straßenkämpfe am Dresdner Hauptbahnhof wegen der Durchfahrt der Züge mit DDR-Flüchtlingen aus Prag zwischen ca. 5.000 Demonstranten und der Volkspolizei in der sonst zumeist friedlichen Revolution.
7. Oktober: Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der DDR; am Rande Ausschreitungen und Zuführungen in Berlin, Demonstrationen gegen das SED-Regime in Leipzig, Plauen u. a.; Gründung der Sozialdemokratischen Partei SDP in der DDR in Schwante bei Berlin
9. Oktober: Legendäre Montagsdemonstration in Leipzig mit 70.000 Teilnehmern, Durchbruch der Wende in der DDR
9. Oktober: König Olav V. eröffnet in Karasjok die erste Sitzung des norwegischen Sameting, einer parlamentarischen Vertretung der Samen.
16. Oktober: Leipziger Montagsdemonstration mit 120.000 Teilnehmern.
18. Oktober: Erich Honecker tritt als Vorsitzender des Staatsrats der DDR und Generalsekretär der SED zurück, sein Nachfolger wird Egon Krenz.
23. Oktober: 300.000 Demonstranten in Leipzig.
23. Oktober: Die neue Verfassung Ungarns tritt in Kraft.
23. Oktober: Ausrufung der Republik und Ende der Volksrepublik Ungarn.
24. Oktober: Kiribati wird Mitglied in der UNESCO.
25. Oktober: Die Cookinseln werden Mitglied in der UNESCO.
25. Oktober: Der Sprecher des sowjetischen Außenministeriums, Gennadij Gerassimow, teilt die ‚Sinatra-Doktrin‘ (‚I did it my way‘) mit: Die kommunistischen Bruderstaaten dürfen über ihren politischen Weg selbst und unabhängig von Moskau entscheiden.
26. Oktober: Sozialabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Schweden
26. Oktober: Demonstration in Dresden mit 100.000 Teilnehmern (Cockerwiese)
30. Oktober: Das DDR-Fernsehen stellt Karl-Eduard von Schnitzlers montägliche Sendung Der schwarze Kanal ein.

November

→ Hauptartikel: November 1989
3. November: Die DDR gestattet ihren dortigen Bürgern die direkte Ausreise aus der ČSSR in die Bundesrepublik Deutschland, nachdem erneut etwa 5.000 Menschen in die westdeutsche Botschaft in Prag gelangt sind.
4. November: Alexanderplatz-Großdemonstration während der friedlichen Revolution nach einem Aufruf der DDR-Künstlerverbände für Demokratie und einer reformierten DDR mit rund einer Million Teilnehmern und Abschlusskundgebung auf dem Alexanderplatz in Ostberlin
6. November: Demonstration in Dresden mit 70.000 Teilnehmern
7. November: Beginn der Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung in Namibia
7. November: MTV Europe strahlt das erste Live-Programm aus Ostberlin aus.
7. November: In New York City entscheiden sich die Wähler für David Dinkins als ihren künftigen Bürgermeister. Er ist in der Millionenstadt das erste afroamerikanische Stadtoberhaupt.
9./10. November: Öffnung der Berliner Mauer (Fall der Mauer) und Öffnung der innerdeutschen Grenze
10. November: Sturz von Bulgariens Staats- und Parteichef Todor Schiwkow
13. November: Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein wird Staatsoberhaupt von Liechtenstein.
16. November: Die Todesschwadron Bataillon Atlacatl der Armee El Salvadors ermordet den regimekritischen Kanzler Ignacio Ellacuría der Jesuiten-Universität Universidad Centroamericana “José Simeón Cañas”. Sieben weitere im Gebäude anwesende Personen werden ebenfalls getötet, um keine Zeugen zu hinterlassen.
17. November: Die Niederschlagung einer genehmigten Gedenkveranstaltung von Studenten in Prag (zum Gedenken eines 1939 von den Nazis ermordeten Widerstandskämpfers) führt zum Beginn der Samtenen Revolution in der Tschechoslowakei.
18. November: Die Volkskammer wählt eine neue DDR-Regierung unter Ministerpräsident Hans Modrow (SED).
19. November: In der Tschechoslowakei gründen sich als Sprachrohr der Opposition das tschechische Bürgerforum und die slowakische Öffentlichkeit gegen Gewalt.
20. November: Die Vereinten Nationen verabschieden die Kinderrechtskonvention: Die Bundesregierung macht gegen die Ratifizierung Vorbehalte geltend.
22. November: Nach siebzehn Tagen im Amt wird der libanesische Präsident René Moawad in Beirut bei einem Bombenattentat getötet. Die Explosion einer 250 Kilogramm schweren Autobombe beim Passieren der Wagenkolonne des Präsidenten kostet, ihn eingeschlossen, 24 Menschen das Leben. Die Verantwortlichen und die Hintergründe bleiben im Dunkeln.
23. November: Beginn der Sezessionsversuche in Südossetien, Georgien
24. November: In der Tschechoslowakei tritt eine Woche nach Beginn der Samtenen Revolution unter dem Druck der Straße die kommunistische Parteiführung zurück.
26. November: Ermordung des komorischen Präsidenten Ahmed Abdallah unter Mitwirkung von Bob Denard

27. November: Bundeskanzler Helmut Kohl gibt im Bundestag überraschend sein deutschlandpolitisches 10-Punkte-Programm bekannt, Ziel Wiedervereinigung maximal in zehn Jahren.
27. November: Der Oberste Sowjet der UdSSR sanktioniert das wirtschaftliche Selbstbestimmungsrecht von Litauen, Lettland und Estland.
27. November: In der Tschechoslowakei bricht wegen der Politik des Ministerpräsidenten Ladislav Adamec Generalstreik aus; etwa 80 Prozent der Bevölkerung beteiligen sich.
30. November: In Bad Homburg vor der Höhe kommt Alfred Herrhausen, der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, bei einem Bombenanschlag ums Leben. Die Täterschaft ist bisher ungeklärt.

Dezember

2./3. Dezember: Vor Malta treffen sich US-Präsident George H. W. Bush und der sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow zu Gipfelgesprächen.
3. Dezember: Generalsekretär Egon Krenz, Politbüro und ZK der SED treten zurück.
4. Dezember: Demonstration in Leipzig mit 150.000 Teilnehmern
7. Dezember: Der tschechoslowakische Ministerpräsident Ladislav Adamec tritt wegen anhaltender Unruhen im Land von seinem Amt zurück.
10. Dezember: In der Tschechoslowakei wird unter Marián Čalfa eine Regierung des nationalen Einverständnis unter der Beteiligung der bisherigen Opposition gebildet; nach der Ernennung der Regierung tritt der kommunistische Staatspräsident Husak zurück.
14. Dezember: In Chile endet mit der Wahl von Patricio Aylwin zum Präsidenten die Diktatur Pinochets.
19. Dezember: Dresdenbesuch Bundeskanzler Helmut Kohls, Treffen mit Ministerpräsident Hans Modrow
20. Dezember: Operation Just Cause: US-amerikanische Invasionstruppen marschieren in Panama mit dem alleinigen Ziel ein, den in Drogengeschäfte verwickelten Machthaber Manuel Noriega festzunehmen. Dieser kann sich dem sofortigen Zugriff entziehen und in der vatikanischen Botschaft untertauchen. Hans Modrow, Helmut Kohl, Walter Momper Öffnung des Brandenburger Tores, 22. Dezember 1989
20. Dezember: Die SPD verabschiedet auf einem Parteitag in Berlin das Berliner Programm.
22. Dezember: Das Brandenburger Tor in Berlin wird 28 Jahre nach dem Bau der Mauer wieder geöffnet.
22. Dezember: Beginn des Aufstands gegen Nicolae Ceaușescu in Rumänien
25. Dezember: Nicolae Ceaușescu und seine Frau werden nach dem dreitägigen erfolgreichen Aufstand gegen seine Diktatur in Rumänien hingerichtet.
27. Dezember: Verabschiedung des Programms zur Wirtschaftsreform in Polen
29. Dezember: Verfassungsänderung mit grundlegenden Reformen in Polen
29. Dezember: Václav Havel wird zum Präsidenten der Tschechoslowakei gewählt.
Die Kinderrechtskonvention wird von der UN-Generalversammlung angenommen und tritt 1990 in Kraft.

Allen Anzeichen nach steht uns ein turbulentes Jahr bevor… . Vielleicht sollten wir uns alle mal den 09.November 2023 ganz dick unterstreichen…

Quelle: Wikipedia

Von Morpheus

Ein Gedanke zu „2023: Steht uns ein turbulentes Jahr bevor? Im Jahr 2023 wiederholt sich der Kalender aus dem Jahr 1989“
  1. Schon das Verwenden dieser verbloedenden Gendercreationen lässt den Artikel als Ablenkung von wahren Problemen abtun

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