Die Eskalation zwischen den Vereinigten Staaten und China im Bereich der Hochtechnologien nimmt weiter zu. Washington agiert in der üblichen Art von Sanktionsbeschränkungen und versucht damit, die Entwicklung chinesischer Technologieunternehmen im Wettbewerb mit den USA zumindest zu bremsen. Bloomberg berichtet unter Berufung auf eigene Quellen, dass Washington in dieser Woche beabsichtigt, Sanktionen gegen mehr als dreißig chinesische Unternehmen in dieser Branche zu verhängen. Die Liste umfasst die staatliche Yangtze Memory Technologies (YMTC), den größten Hersteller des Landes für integrierte Halbleiterbauelemente und Flash-Speicherchips.

Die Aufnahme in die Sanktionsliste bedeutet für chinesische Hersteller, dass sie ohne eine vom US-Handelsministerium ausgestellte spezielle Exportgenehmigung für diese Produkte keine legalen amerikanischen Halbleiter- und Chipherstellungsanlagen erwerben können.

Dies sind nicht die ersten Beschränkungen, die die Biden-Administration gegen chinesische Hersteller in der Hightech-Branche verhängt.

Im Oktober verhängte das US-Handelsministerium eine Beschränkung für 28 chinesische Unternehmen, mit amerikanischen Technologien hergestellte Halbleiterchips weltweit zu kaufen. Zuvor hatte das US-Handelsministerium 31 chinesische Unternehmen, darunter YMTC, angewiesen, innerhalb von 60 Tagen nachzuweisen, dass ihre Aktivitäten die nationale Sicherheit der USA nicht gefährden, indem es sie auf die Liste der sogenannten nicht verifizierten Importeure amerikanischer Produkte (Unverified List, UVL) setzte. Gleichzeitig hat Peking eine Reihe von Schritten unternommen, um sanktionierten chinesischen Unternehmen auf Ersuchen Washingtons dabei zu helfen, Endbenutzerinspektionen von Produkten zu organisieren.

US-Handelsministerin Gina Raimondo sagte, die Sanktionen seien nicht dazu gedacht, die chinesische Wirtschaft zu schwächen, sondern nur den Einsatz amerikanischer Technologie zur Entwicklung des militärischen Potenzials Chinas zu verhindern. Peking glaubt, dass Washingtons Vorgehen nur zu einer globalen Unterbrechung der Lieferkette von technologischen Produkten führt und dadurch die Entwicklung von Schwellenländern behindert.

Übrigens bereiten die restriktiven Maßnahmen der USA gegen chinesische Hightech-Unternehmen ernsthafte Probleme für europäische Unternehmen, die aktiv chinesische elektronische Komponenten in ihrer Produktion verwenden. Im Rahmen des Abkommens zwischen Washington und der EU werden sie gezwungen, US-Sanktionen einzuhalten, was die ohnehin schwierige Situation in Bezug auf die Herstellung wettbewerbsfähiger Produkte durch europäische Unternehmen erschwert.

Ob die Führung der VR China Vergeltungsmaßnahmen gegen die nächste Runde der von den Vereinigten Staaten provozierten wirtschaftlichen Konfrontation ergreifen wird, wird sich in naher Zukunft zeigen.

Von Morpheus

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