Es „regnet“ Satelliten. Von 49 am 3. Februar von SpaceX ins All geschossenen Starlink-Satelliten sind 40 wieder abgestürzt. Weitere werden wohl folgen. Woran liegt das? Starlink-Satelliten fallen besonders an Frontlinien oft aus in letzter Zeit.

Für die Kommunikation der ukrainischen Truppen spielen die „Starlink“-Satelliten eine entscheidende Rolle. Doch während der derzeitigen Offensive kommt es immer wieder zu Ausfällen der Satelliten der Firma SpaceX, berichtet die „Financial Times“. Dahinter werden mehrere Szenarien vermutet.

In der Ukraine solle es zuletzt vermehrt zu Ausfällen bei den „Starlink“-Satelliten der Firma SpaceX gekommen sein. Das berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf Berichte ukrainischer Truppen. Diese beklagen demnach immer wieder Ausfälle bei der Kommunikation über die Starlink-Satelliten von Elon Musks Firma.

Viele der Probleme seien aus den Regionen Cherson und Saporischschja gemeldet worden, wenn die Frontlinien in die von Russland kontrollierten Gebiete überschritten worden seien, schreibt die Zeitung unter Berufung auf einen ukrainischen Regierungsbeamten. Auch die Frontlinie im Osten von Charkiw, Donezk und Luhansk, sei betroffen. In genau diesen Regionen machte die Ukraine zuletzt starke Fortschritte. Teils hätten die Ausfälle zu einem „katastrophalen Kommunikationsverlust“ geführt, so der Beamte. Soldaten hätten auf Notrufnummern ausweichen müssen. Auch westliche Militärbeamte bestätigten Ausfälle, wollten ihre Angaben gegenüber der Zeitung aber nicht ausführen.

Die Starlink-Terminals hat SpaceX teils gespendet, zum Teil wurden sie auch von der US-Regierung gekauft oder über Crowdfunding finanziert. Sie stellen seit vielen Monaten den Internetzugang in der Ukraine sicher und unterstützen die ukrainischen Truppen auch bei der Kriegsplanung.

Geheimvereinbarung mit Putin?

Der Koordinator einer Stiftung, die Satellitensysteme spendet, geht von einem Abstimmungsfehler aus. Starlink schalte die Systeme mutmaßlich ab, um die Nutzung durch russische Truppen zu verhindern. Militärbeamte in der Ukraine fürchten jedoch eine geheime Vereinbarung zwischen SpaceX-Chef Musk und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die Wochenzeitung „The Economist“ vermutet, dass Putin Musk dazu bewegen könnte, den Zugriff auf „Starlink“ für die Ukraine komplett zurückzuziehen. Eine Anfrage für einen Zugriff von der annektierten Halbinsel Krim aus soll er ukrainischen Angaben zufolge bereits verwehrt haben.

Anfang der Woche hatte Musk für Aufsehen gesorgt, als er auf Twitter Umfragen zu möglichen „Friedensplänen“ für die Ukraine startete. Die Vorschläge zeigten starke Ähnlichkeiten zu den Forderungen des Kremls. Die ukrainische Seite zeigte sich entrüstet über die Tweets.

Musk und SpaceX reagierten bisher nicht auf die Berichte über die Kommunikationsausfälle. Musk twitterte lediglich: „Was auf dem Schlachtfeld passiert, das ist geheim.“ Er sagte, „nur ein kleiner Prozentsatz“ der für die Ukraine bereitgestellten Starlink-Terminals und -Dienste sei gekauft worden, und fügte hinzu: „Diese Operation hat SpaceX 80 Millionen US-Dollar gekostet und wird bis Ende des Jahres 100 Millionen US-Dollar überschreiten.“

 

Von Morpheus

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