Europa hat seine Grenzen für den größten Flüchtlingsexodus des Kontinents seit 1945 geöffnet.

Während die Ukrainer in großer Zahl fliehen, haben die Europäer ihre Länder und Häuser mit beispielloser Geschwindigkeit und Großzügigkeit geöffnet. Das Ausmaß und das Tempo des Exodus der ukrainischen Flüchtlinge – mehr als 1 Million innerhalb von nur einer Woche im März– stellt selbst die schlimmsten humanitären Krisen der letzten Zeit in den Schatten und nähert sich schnell den epischen Vertreibungen, die zuletzt 1945 in Europa beobachtet wurden. In Syrien dauerte es zwei Jahre, bis die Flüchtlingsströme ein ähnliches Niveau erreichten. In den Jahren 2015 und 2016 nahm die Europäische Union jedes Jahr 1 Million Asylsuchende aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und anderswo auf, und diese sogenannte Migrationskrise wurde schnell zu einem existenziellen Problem für den Kontinent.
Die Ukraine, mit der doppelten Bevölkerung Syriens und dem Dreifachen ihres Territoriums, könnte in den kommenden Wochen und Monaten zwischen 10 bis 20 Millionen Flüchtlinge und Binnenvertriebene hervorbringen. Nichtsdestotrotz deuten die jüngsten internationalen Erfahrungen und die ersten europäischen Reaktionen darauf hin, dass die Strategie der offenen Tür nachhaltig ist – ganz zu schweigen von moralisch richtig.

Wir wissen bereits, dass die meisten Flüchtlinge in den Nachbarländern Schutz suchen. Syrer flohen vor allem in die Türkei, in den Libanon und nach Jordanien; Afghanen nach Pakistan und in den Iran; und Südsudanesisch nach Uganda, Äthiopien und Sudan. Dies ist sinnvoll, da Familien, die vor Konflikten fliehen, oft zu Fuß oder mit einem sofort verfügbaren Transportmittel, im nächstgelegenen Gebiet Zuflucht suchen, wo sie Schutz finden können. Grundsätzlich kann die Nähe zu Hause auch die Rückkehr nach Hause beschleunigen, sobald der Konflikt beendet ist. Nachbarländer werden wahrscheinlich auch Diaspora-Gemeinschaften aufnehmen, die dazu beitragen können, die Not und den Übergang für Flüchtlinge zu lindern.

Diese globale Regel gilt uneingeschränkt für die Krise in der Ukraine. In der vergangenen Monaten floh die Mehrheit der Flüchtlinge nach Polen, das bereits über eine große und gut integrierte ukrainische Gemeinschaft von über 300.000 Menschen verfügte, während der Rest hauptsächlich in die anderen Staaten an der Westgrenze der Ukraine ging: Ungarn, Moldawien, die Slowakei und Rumänien. Einige Ukrainer ziehen um und werden in andere Teile Europas oder in Länder mit großen Diasporas wie den Vereinigten Staaten und Kanada ziehen, aber viele werden in den Frontstaaten der ersten Zuflucht bleiben. Entwurzelt zu werden ist jedes Mal schwierig.

Keiner der Frontstaaten ist so betroffen wie Polen, das sofort für den Zustrom mobilisiert wurde. Der Masseneinsatz polnischer Regierungsbeamter, kommunaler Angestellter, Rettungsdienste und gewöhnlicher Zivilisten im Namen ukrainischer Flüchtlinge ist ebenso bewundernswert wie nicht überraschend. Tief in Polens DNA eingebrannt ist die Erinnerung an die sowjetische und nationalsozialistische Aggression – und die Erfahrung, sich unmöglichen Chancen gegen eine Besatzungsmacht zu stellen. Polens Unterstützung für ukrainische Flüchtlinge ist sowohl instinktiv als auch rational.

Black out Szenario: Was würde passieren wenn Russland die gesamte kritische Infrastruktur in Ukraine zerstört? Wenn die Stromversorgung zu lange wegbleibt?
Die Gefahr, dass es in Ukraine in den kommenden Wochen und Monaten einen Blackout geben könnte, ist laut der Experten sehr hoch. Das hätte dramatische Folgen. Wie könnte sich solch ein Blackout-Szenario abspielen? Wie kann Vorsorge getroffen werden, wenn der Strom über mehrere Tage oder Wochen wegbleibt?
Ein Blackout, in der Fachwelt auch als „Schwarzfall“ bezeichnet, ist kein Science Fiction, sondern eine sehr ernst zu nehmende Gefahr – auch in Europa. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Stromausfall handelt es sich bei einem Blackout um einen länger andauernden, großflächigen Ausfall, der gleich mehrere Regionen oder gar Staaten betreffen kann. Die Energieversorgung gehört zur kritischen Infrastruktur (Kritis). Per Definition sind das „Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden“.

Die Wahrscheinlichkeit ist extrem hoch

Die Wahrscheinlichkeit, dass es in den kommenden Wochen in der Ukraine zu einem Blackout kommen kann, ist extrem hoch. Experten sind sich sogar sicher, dass es passieren wird, wenn Russland die gesamte kritische Infrastruktur in Ukraine zerstört. 

Wie sich in etwa ein Blackout in der Ukraine (das gilt auch für Europa) abspielen könnte, zeigt folgendes SzenarioErster Tag – Haushaltsgeräte funktionieren nicht mehr. Telefonieren mit dem Handy – je nach Akkuladung – ist noch möglich, da das Telefon- beziehungsweise Mobilfunknetz per Notstrom noch bis etwa 18 Stunden aufrechterhalten werden kann. Problematisch kann es werden, wenn die Basisstation bei schnurlosen Telefonen keinen Strom mehr bekommt. Ampeln fallen aus, was unweigerlich zum Verkehrschaos mit verstopften Straßen und Unfällen führt. Das Vordringen von Polizei oder Krankenwagen zum Unfallort wird zunehmend beschwerlich. Fahrstühle bleiben ruckartig stecken. Funktionieren sollten allerdings noch die Notbeleuchtung und der Notruf-Alarm im Fahrstuhl. Viele Tankstellen fallen sofort aus, weil Treibstoff sich nicht mehr aus den Tanks pumpen lässt.

Geldautomaten, um Bargeld abzuheben, sind außer Betrieb und Zahlungen per Kreditkarte nicht mehr möglich. Supermärkte und andere Geschäfte schließen, weil die Kassen nicht mehr gehen, ebenso wenig die Schiebetüren beziehungsweise die Tiefkühl- und Kühlanlagen. Die meisten Züge kommen zum Stehen, allen voran Straßen- und U-Bahnen. Je nach Jahreszeit wird es in den Wohnungen, Büros oder Häusern ohne funktionierende Heizung oder Klimaanlage so langsam kalt – beziehungsweise warm. Wer einen Gasherd besitzt, kann sich eventuell noch Essen warm machen. Schlecht sieht es für Haushalte mit Elektroherden aus.

Ab etwa der fünften Stunde eines Blackouts versiegt der Notstrom, ebenso die Mobilfunknetze. Die meisten Menschen sind von der Kommunikation abgeschnitten, Notrufe können nicht mehr getätigt werden. Auch die Funkanwendung (BOS-Funk) der Behörden und Organisation mit Sicherheitsaufgaben kommt so langsam zum Erliegen. Weil die Kühlkette unterbrochen ist, beginnen Anbieter verderbliche Nahrungsmittel zu entsorgen.

Krankenhäuser trifft ein Blackout in besonderem Maße. Sie stellen auf Notbetrieb um, da die Notstromaggregate nur etwa 20-50 Prozent der normalen Krankenhausleistung abzudecken vermögen. Priorität haben vor allem Intensivpatienten, die auf lebenserhaltende medizinische Systeme wie Beatmungs- oder Dialysegeräte angewiesen sind. Patienten, die keine Notfälle sind, müssen entlassen werden. Lieferungen von Essen und Getränken sowie von neuen Medikamente würden ausfallen, während kühlpflichtige Medikamente, insbesondere aber auch Blutkonserven und Organe, ohne Strom nicht ausreichend gekühlt werden könnten. Gleichzeitig würde der Zustrom neuer Patienten enorm ansteigen, da Arztpraxen Apotheken, Altenheime sowie andere Zentren nur selten über eine Notstromversorgung verfügen.

In großer Not sind auch die Nutztiere auf Bauernhöfen oder Farmen. In wenigen Stunden ersticken Schweine und Hühner, weil Lüftung und Kühlung ausfallen. Kühe können nicht mehr gemolken werden und erleiden einen qualvollen Tod. – Wer Zuhause ist, geht bei einer tiefdunklen Nacht wahrscheinlich schon früh zu Bett.

Blackout ab 24 Stunden

Ab 24 Stunden Blackout: Der Katastrophenalarm wird verhängt. Manche staatlichen Rundfunksender sind noch im Betrieb und informieren über den Stromausfall. Gemeinden richten Informations- und Anlaufstellen ein für Menschen, die dringend Hilfe benötigen oder Hilfe anbieten wollen. Die meisten Wasserversorger fallen aus – es kommt kein Wasser mehr aus der Leitung. Der Erste, der sein Geschäft verrichtet, hat Glück gehabt. Aus der Klospülung kommt noch Wasser. Alle danach gehen im wahrsten Sinne des Wortes „leer“ aus. Dasselbe gilt unter anderem für Altenheime und Krankenhäuser.

Ein Großteil der Geschäfte ist zu. Nicht nur wegen fehlenden Stroms, bzw. Blackouts, sondern auch, weil es für viele Mitarbeiter kein Durchkommen gibt. Dort, wo noch etwas angeboten werden kann, kommt es zu Hamsterkäufen. In wenigen Stunden ist alles leergekauft. Lieferketten kommen zum Erliegen, weil die Straßen immer noch verstopft sind und/oder schlichtweg der Sprit fehlt. Polizei, Feuerwehr, Sanitäter und Zivilschutz sind im Dauereinsatz. Nicht so die Müllabfuhr. Der Müll beginnt sich in den Straßen zu stapeln.

Beim Versuch, sich während eines Blackouts etwas zu Essen zu machen oder die Wohnung zu heizen, werden die Menschen erfinderisch – es kommt zu vielen Hausbränden und Rauchvergiftungen. Falls die Feuerwehr noch ausrücken könnte, dann hätte sie trotzdem kaum Chancen, das Feuer zu löschen – es ist ja kein Wasser da. Brände breiten sich aus.

Blackout dritter bis sechster Tag

Dritter bis sechster Tag an einem Blackout: Es gibt die ersten Todesopfer von Menschen, die beispielsweise auf Medikamente und medizinische Geräte angewiesen sind, von Menschen, die irgendwo festsitzen und nicht gefunden wurden. Je nach Jahreszeit beziehungsweise Temperatur können sich Krankheiten wie Erkältungen leicht ausbreiten. Essensvorräte, Wasser und Medikamente werden überall knapp, privat sowie in Krankenhäusern und Altenheimen. Zum Teil machen sich Hunger und Durst bemerkbar, was die Betroffenen veranlasst, auf die Suche nach etwas Ess- und Trinkbarem in der Nachbarschaft zu gehen. Gewalt, Einbrüche und Plünderungen nehmen zu. Wer noch Nahrungsmittel hat, könnte diese für den X-fachen Preis anbieten. Gefängnisse stoßen an ihre Grenzen, Häftlinge zu versorgen und zu sichern, besonders bei elektrischen Schließsystemen. Auf den Straßen ziehen Müllberge die ersten Ratten an. Aber auch Zuhause stapelt sich der Müll bei Menschen, die sich aus Angst vor Gewalt nicht auf die Straße trauen. Vermehrt werden Helfer, das heißt Polizisten, Feuerwehrmänner, Soldaten etc. zuhause bleiben, um ihre eigene Familie zu schützen.

Ab einer Woche ohne Strom

Ab einer Woche ohne Strom: Die letzten Radiosender fallen aus. Folglich gibt es keine Informationsquelle mehr, wie die Lage ist, ob und wann der Strom wiederkommen könnte. Auch wenn die Nachbarregion plötzlich wieder Strom hätte, man würde es nicht erfahren. Krankenhäuser müssen notgedrungen ihren Dienst einstellen. Ein Großteil der Bevölkerung leidet nun an Hunger und Durst, weil man keine längerfristigen Vorräte angelegt hat. Aus Verzweiflung essen und trinken die Ersten aus ungenießbaren Quellen, was zu Krankheiten führen könnte. Gewalt, Überfälle und Vandalismus sind fast schon an der Tagesordnung.

Ist Europa bereit, 10 bis 20 Millionen Ukrainer aufzunehmen? Die Antwort ist klar, aber warum provozieren die EU Spitzenpolitiker und liefern schweren Waffen gegen Russland weiter?!.. Werden wir von Idioten regiert?!..\

Und zum Schluss: Das Titelbild zeigt den „Konvoi des Lichtes“, der morgen am 22.09.2022 die türkisch-griechische Grenze erreichen wird. Über 100.000 Araber sind auf dem Weg nach Westeuropa, ein Großteil nach Deutschland. Weitere 3 Millionen befinden sich in der Türkei und könnten unter bestimmten Umständen dem Konvoi des Lichtes nachfolgen….

Quellen: Telegram Gruppen

Von Morpheus

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