Zwei polnische Bataillone sind aus Kiew in Pawlograd angekommen. Dies berichten die Quellen des @wargonzo-Projekts in Dnipro.

Nach Angaben der Quellen sind am Vortag 2 Bataillone polnischer Infanterie aus Kiew ausgezogen und haben Pawlograd bereits erreicht. Jedes Bataillon verfügt über 4 Rapira-Panzerabwehrkanonen, gepanzerte Personaltransporter und amerikanische Panzerwagen.

Derzeit wird die polnische Infanterie auf die Verlegung an die Avdeevsky-Front vorbereitet. Ob es um regulären Truppen oder Söldner geht , ist jetzt schwer zu sagen. Auf jeden Fall scheint das Erscheinen dieser Truppen im Hintergrund von Zelenskys Tänzen mit der Rada über die Teilnahme ausländischer Kontingente an Feindseligkeiten ziemlich logisch zu sein.

Quelle: wargonzo

Polen gehört zu jenen westlichen Ländern, die sich von Beginn an entschieden für Sanktionen gegen Russland eingesetzt haben. Der polnische Regierungschef Mateusz Morawiecki etwa forderte Anfang April ein „radikales Programm“ der Abkehr von russischen Rohstoffen sowie die Konfiszierung russischen Staats- und Oligarcheneigentums. Ziel der Maßnahmen müsse es sein, Kremlchef Wladimir Putin zu stoppen.

„Polen ist stolz darauf, auf Putins Liste der unfreundlichen Länder zu stehen“, meinte etwa Umweltministerin Anna Moskwa am Montag.

Russland sieht Polen als mögliche Bedrohung

Den Russen schmeckt die polnische Haltung im ukrainischen Krieg so gar nicht.

Premier Morawiecki: Putin begeht Völkermord

In einem aktuellen Interview mit Euronews bezeichnete der polnische Premier Morawiecki Putin als „Kriegsverbrecher“, der in der Ukraine „Völkermord“ begehe. „Putin ist ein Kriegsverbrecher und wofür er in der Ukraine verantwortlich ist, übersteigt einfach jede Vorstellungskraft. Ich denke, wir sollten ein internationales Tribunal schaffen, um die Verbrechen aufzudecken und wieder für Gerechtigkeit zu sorgen, wenn der Krieg vorbei ist“, so Morawiecki nach der gestrigen Geberkonferenz.

Solange Putin an der Macht sei, dürfe Europa nicht zur Tagesordnung übergehen. „Dieses Russland ist totalitär, es ist nationalistisch, es ist imperial, und dieses Russland will das russische Imperium und einen postsowjetischen Staatstyp wiederherstellen“, sagte Morawiecki gegenüber Euronews. 

Morawiecki glaubt, dass der Krieg eher früher, denn später vorbei sein wird und danke den ukrainischen Kämpfern für ihren Einsatz. Sie würden nicht nur für ihre Freiheit, sondern auch die Sicherheit und den Frieden ganz Europas verteidigen. „Wir alle sollten also dankbar sein für die enorme Tapferkeit und den Mut und für das, was sie zu ihrer Verteidigung tun ihre Souveränität und Freiheit“, sagte Morawiecki.

Dass Russland mit Atomwaffen gedroht hat, wertet der polnische Premier als ein Zeichen der Schwäche, räumte aber auch ein: „Aber niemand weiß es, weil dies in der Hand der Kreml-Führung liegt.“

Offensichtlich geht es um eine Provokation…

Wegen Russland: USA halten an US-Truppen in Europa fest – auch Erhöhung möglich

Das US-Verteidigungsministerium möchte an seiner Truppenstärke in Europa offenbar vorerst festhalten. US-Medien zufolge behalte sich das US-Militär gar eine Erhöhung ihres derzeitigen Truppenkontingents für den Fall vor, dass der Krieg in der Ukraine weiter eskaliert.
Die USA wollen an ihren rund 100.000 in Europa stationierten Soldaten offenbar vorerst festhalten. Möglicherweise solle die Truppenstärke sogar weiter erhöht werden, falls es zu einer Bedrohung der NATO oder ihrer beiden neuen Mitglieder Schweden und Finnland durch Russland komme. Das berichtete der US-Fernsehsender CNN am Freitag unter Berufung auf mehrere US-Beamte.

Wenn die NATO weitere Militärübungen in der Region durchführt oder sich das „Sicherheitsumfeld“ ändert, könnten die USA weitere Truppen entsenden oder sogar weitere Militärstützpunkte in der Region errichten, teilten die US-Beamten dem Sender CNN zufolge mit. Die Pläne sollen demnach im Anschluss an ein Treffen der NATO-Militärchefs am kommenden Donnerstag in Brüssel erörtert werden und würden anschließend auf einer Tagung der Verteidigungsminister der Allianz im nächsten Monat vorgestellt. Die Staats- und Regierungschefs der NATO-Länder werden in der Angelegenheit dann Ende Juni in Madrid zusammenkommen, so CNN.

Trotz der Drohung Russlands, auf den NATO-Beitritt von Schweden und Finnland zu reagieren, möchten die USA in den beiden Ländern allerdings vorerst keine weiteren US-Truppen zur Verteidigung bereitstellen. Jedoch könne jede künftige Waffenbewegung Russlands zu weiteren Stationierungen von US-Soldaten führen, erklärten die US-Beamten weiter. Einige NATO-Länder hätten sich dazu bereit erklärt, die beiden skandinavischen Länder während der Dauer der Antragsbearbeitung, vorübergehend auch außerhalb der offiziellen Struktur des Bündnisses zu unterstützen.

Die USA hatten ihre Truppenstärke in Europa angesichts des Kriegs in der Ukraine im März erstmals seit dem Jahr 2005 wieder auf 100.000 Mann erhöht. Das Europäische Kommando des US-Militärs, EUCOM, macht vor allem die „russische Aggression“ für die Aufstockung verantwortlich. Der Großteil der US-Truppen ist derzeit in Polen und Deutschland stationiert, gefolgt von Italien und dem Vereinigten Königreich. Das Baltikum hatte angesichts des anhaltenden Konflikts in der Ukraine zuletzt eine noch größere Truppenpräsenz in der Region gefordert. Vor der russischen Militäroperation in der Ukraine hatten die USA rund 60.000 Soldaten in Europa stationiert.

Obwohl offiziell keine US-Truppen in der Ukraine stationiert sind, hat Washington Kiew bereits mehrere Milliarden US-Dollar an Militärhilfe zur Verfügung gestellt. Russland startete am 24. Februar eine militärische Spezialoperation, nachdem die Ukraine die 2014 unterzeichneten Minsker Vereinbarungen nicht umgesetzt hatte. Das von Deutschland und Frankreich vermittelte Abkommen sollte den abtrünnigen Regionen Donezk und Lugansk einen Sonderstatus innerhalb des ukrainischen Staates verleihen.

Seither hat der Kreml Kiew mehrfach dazu aufgefordert, sich offiziell zu einem neutralen Staat zu erklären, der dem von den USA geführten NATO-Militärblock niemals beitreten wird. Kiew beharrt weiterhin darauf, dass die russische Offensive nicht durch die Ukraine provoziert wurde. Behauptungen, wonach das Land plane, die beiden Republiken im Donbass mit Gewalt zurückzuerobern, wies die ukrainische Regierung wiederholt zurück.

Von Morpheus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert