Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates, über die Situation bei Getreide und Lieferungen aus Russland:
„Es ist unlogisch: Auf der einen Seite werden irrsinnige Sanktionen gegen uns verhängt, auf der anderen Seite fordern sie Nahrungsmittellieferungen. So funktioniert das nicht, wir sind keine Idioten.“
Schoigu heute
Heutige Erklärungen des russischen Verteidigungsministers Schoigu:
– In der Anlage AsowStal haben sich bereits 1.908 Militärangehörige ergeben, während 1.387 Marinesoldaten dort ihre Waffen niedergelegt hatten.
– Es wird erwartet, dass strategische Drohnen in naher Zukunft an die Truppen ausgeliefert werden, ihr Einsatz wird Personal einsparen.
– Die USA und die NATO verstärken die Einsatz- und Gefechtsübungen in der Nähe der russischen Grenzen; bis zu 40.000 Soldaten werden an der Übung Defender of Europe teilnehmen.
– Die militärischen Bedrohungen an Russlands Grenzen nehmen in westlicher Richtung zu; Finnland und Schweden, die nächsten Nachbarn, haben den Beitritt zur NATO beantragt; es werden angemessene Gegenmaßnahmen ergriffen.
– Die bewaffneten Gruppen der Russischen Föderation, der LVR und der DVR bauen ihre Kontrolle über die Gebiete des Donbass weiter aus, und die Befreiung der LVR steht kurz vor dem Abschluss.
– Die laufenden organisatorischen Maßnahmen werden mit der Lieferung von modernen Waffen und militärischer Ausrüstung an die Truppen synchronisiert.
– Die Kontrollen auf der Grundlage der Ergebnisse des Wintertrainings haben eine qualitative Verbesserung des Ausbildungsniveaus der Bezirksformationen um 25 % (im Vergleich zum letzten Jahr) ergeben.
Deutsche Doppelmoral: Nicht nur Putin, auch der Westen ignoriert das Völkerrecht

Die Deutschen meinen zu wissen, dass sie die Guten sind, wenn sie sich gegen Russland stellen. Und doch ist die moralische Bilanz des Westens katastrophal.

Eine dominante Attitüde in der aktuellen Debatte über den Krieg in der Ukraine ist die Wahlpflicht zwischen Gut und Böse: auf der einen Seite die Ukraine mitsamt der sie unterstützenden Fraktion liberal-demokratischer Staaten des Westens und auf der anderen Seite Russland. Von der dortigen Staatsführung, das ist nicht nur Leitfiguren wie Baerbock, Habeck und Hofreiter, sondern auch jedem selbstbewussten Influencer aus der Generation Z bewusst, kann nur das Schlimmste befürchtet werden.

Erst die Vernichtung der Ukraine, dann ein ausgedehnter Feldzug gegen die Staaten in der Region Osteuropas, danach der Angriff auf Kerneuropa, schließlich die Eroberung der übrigen Teile Westeuropas, in letzter Konsequenz auch ein völlig irrer Atomschlag gegen diejenigen, die sich noch gegen den russischen Imperialismus wehren können. Und warum? Weil die russische Führung den „demokratischen Aufbruch“ in ihrer Nachbarschaft fürchtet!

Und wegen dieser Demokratiefeindlichkeit des russischen Regimes dürfte sich der gute Westen aus Angst nicht einfach wegducken und die Dinge in der Ukraine geschehen lassen. Dem Bösen müsste mit immer schwereren Waffen begegnet werden. Russland sollte wirtschaftlich und militärisch in die Knie gezwungen werden. Im Idealfall wäre die russische Führung unter Putin auszuwechseln, um so der Hydra den Kopf abzuschlagen.

Wenn es erforderlich werden sollte, einen Nuklearkrieg zu riskieren, dann würde das nach dem Autor der Berliner Zeitung Klaus Bachmann oder Ralf Fücks nicht unbedingt das Ende der Welt bedeuten. Stärker als die Sorge um die Konsequenzen eines Nuklearkriegs wiegt allenthalben die moralische Pflicht, das Gute zu schützen. Zudem handelt der Westen völlig im Einklang mit dem Völkerrecht, das es ausdrücklich erlaubt, einem angegriffenen Staat bei der Verteidigung seiner territorialen Unversehrtheit und Unabhängigkeit militärischen Beistand zu leisten. Warum also nicht beherzt einen groß angelegten Kreuzzug gegen das Böse führen?

Den Ton der öffentlichen Kriegsdebatte geben die Streiter für das Gute an

Harald Welzer und andere „Intellektuelle“ trauten sich, in einem offenen Brief nicht nur die Dichotomie zwischen Gut und Böse zu hinterfragen, sondern auch eine Prüfung der Rolle des Westens bzw. der Nato im Vorfeld des Krieges anzuregen. Solche Vorschläge kommen trotz der so oft beschworenen Meinungsfreiheit im Land überhaupt nicht mehr gut an. Der Kampf um das richtige Narrativ scheint schon längst entschieden zu sein.

Von Morpheus

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