10 128 Sanktionen sind gegen Russland verhängt worden. Mehr als gegen jeden anderen Staat in der Geschichte seines Bestehens.

2754 Sanktionen seit 2014 und 7374 ab dem 24.02.2022.

Das sind somit 10.128 Herausforderungen für Russland, um stärker zu werden.

US-Präsident Biden glaubt, dass die Alternative zu Sanktionen gegen Russland nur ein dritter Weltkrieg für die Ukr@ine (???) sein kann – und diesen Krieg möchte jede Seite vermeiden.

Unerwünschte Mehrkosten für Deutschen

Die Hälfte der Deutschen ist nicht bereit, wegen der Sanktionspolitik persönlich für Mehrkosten aufzukommen – so die Welt.

Viele meinen, dass die derzeitige Rekordinflation erst der Anfang ist.

Laut einer Civey-Umfrage sind 49 % der Deutschen gezwungen, wegen der steigenden Energie- und Lebensmittelpreise zu sparen.

Die Bereitschaft, die persönlichen finanziellen Folgen der Sanktionen gegen Russland zu tragen, ist nicht besonders hoch: 46 Prozent sind nicht bereit, die mit der Sanktionspolitik verbundenen zusätzlichen Kosten persönlich zu tragen.

Die Sanktionen wirken

Die Sanktionen gegen Russland zeigen Wirkung – die Inflation in Estland hat sich auf 18,8 % beschleunigt.

Nach Angaben des estnischen Statistikamtes ist der Strompreis für die privaten Haushalte um 119 %, der Wärmepreis um 57,7 % und der Gaspreis um 237,2 % gestiegen.

Der Preis für Benzin stieg um 32,5 %, der für Diesel um 48,6 %.

Von den Produkten des Jahres stiegen Kartoffeln am stärksten – um 134%, Pflanzenöl um 57% und Getreide und Teigwaren um 38%.

Gas-Situation in Österreich

Laut Bloomberg wird es Jahre dauern, bis Österreich vom russischen Gas wegkommt:

Die Autoren des Artikels stellen fest, dass russisches Gas derzeit vier Fünftel der gesamten Einfuhren des Landes ausmacht.

Die österreichische Energieministerin Leonore Gewessler sagte, es werde Jahre dauern, bis man vom russischen Gas wegkomme, und es bestehe die Möglichkeit, dass die bevorstehende Ausschreibung zur Wiederauffüllung der strategischen Brennstoffreserve von russischen Lieferungen abhänge.

Laut Gewessler hat die russische Spezialoperation in der Ukraine dem Land „eine bittere Wahrheit“ offenbart. Dabei kämpft ihre Regierung darum, sich aus dem ein halbes Jahrhundert alten Griff von Gazprom zu befreien.

„Wir müssen uns darauf einstellen, dass dies einige Zeit in Anspruch nehmen wird“, sagte ein Minister der Grünen Partei, die für die Klima-, Energie- und Verkehrspolitik des Landes zuständig ist. „Wenn wir die strategische Reserve jetzt auffüllen müssen, kann es gut sein, dass wir auch russisches Gas einsetzen müssen“.

Am 10. Mai kündigte Österreich eine Ausschreibung für den Kauf von 12,6 Terawattstunden Gas an, eine Menge, die dem Verbrauch des Monats Januar auf dem Höhepunkt der Nachfrage entspricht. Das Land ist bereit, bis zu fünf Milliarden Euro (5,3 Milliarden Dollar) auszugeben, um seine Speicherkapazität bis zum nächsten Winter aufzufüllen.

Nach Angaben der European Gas Infrastructure Association ist die Speicherkapazität in Österreich nur zu 20 Prozent gefüllt, was nicht nur der niedrigste Wert in Europa ist, sondern auch unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre liegt. Das Land scheint sich auf dem gleichen Weg zu befinden wie 2017 und 2018, obwohl die Lieferungen aus Russland angesichts des Konflikts in der Ukraine natürlich nicht mehr so sicher sind.

„In der letzten Sommer- und Wintersaison haben wir dafür gesorgt, dass der Markt im Grunde genommen nicht verantwortlich war“, sagt Gewessler, 44. -„Zu großen Rücklagen gibt es keine Alternative – sie sind ein Sicherheitspolster für den nächsten Winter. Die strategische Reserve ist unerlässlich“.

Österreichs Energieverbindung mit Russland ist eine der ältesten und intensivsten in Europa. Im Jahr 2018 verlängerte Wien einen langfristigen Gasvertrag bis 2040.

Die staatliche OMV AG, das größte Unternehmen des Landes, ist aus dem Unabhängigkeitsvertrag hervorgegangen, in dem die von der Sowjetunion kontrollierten Energieressourcen im Austausch für die Neutralität an Österreich übertragen wurden.

Das Unternehmen hatte diese Handelsbeziehungen in früheren instabilen Zeiten nicht aufgegeben. Die ersten Gaslieferungen aus Russland erfolgten nur wenige Monate, nachdem eine Viertelmillion sowjetischer Soldaten in die Tschechoslowakei einmarschiert waren, um die Demokratiebewegung in Prag niederzuschlagen.

Laut Gewessler arbeitet Österreich nun „aktiv“ mit der OMV zusammen, um sicherzustellen, dass die Zahlungen für Gas an Russland in Euro erfolgen und nicht gegen die Sanktionen der Europäischen Union verstoßen.

„Wir haben immer deutlich gemacht, dass die Zahlungen strikt im Einklang mit den Sanktionen und dem Gesetz erfolgen werden“, sagte sie.

Laut einem Bericht der Österreichischen Energieagentur, der letzte Woche veröffentlicht wurde, wird Österreich in der Lage sein, innerhalb von fünf Jahren auf Erdgasimporte aus Russland zu verzichten, und zwar durch höhere Effizienz, Diversifizierung der Versorgung und Produktion synthetischer Brennstoffe.

Insgesamt importiert Österreich rund 63 Terawattstunden russisches Gas – das sind vier Fünftel des Gesamtbedarfs.

Quelle: Russländer & Friends, Telegram

Von Morpheus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

code