Auf der Air Base Ramstein ist das Spitzentreffen zum Ukraine-Krieg zu Ende gegangen. Die beteiligten Nationen wollen sich künftig regelmäßig treffen. Deutschland hat der Ukraine Flugabwehrpanzer zugesichert.

Zum Abschluss des Spitzentreffens von mehr als 40 Nationen auf der Air Base in Ramstein sprach US-Verteidigungsminister Lloyd Austin von einem wichtigen Tag und einer effektiven Konferenz. Alle Beteiligten seien sich darüber einig gewesen, künftig noch mehr tun wollen, als bisher, um der Ukraine im Kampf gegen Russland zu helfen.

Einen speziellen Dank richtete Austin an Deutschland für die Lieferung von 50 Gepard-Panzern an die Ukraine. Deutschland sei ein wichtiger Freund und Verbündeter, der alles tue, um die Ukraine zu unterstützen. „Wir sind heute entschlossener denn je, der Ukraine beizustehen“, so Austin. Der Bedarf der Ukraine an Munition und Waffensystemen sei gewaltig. Man werde auf Basis des Fortschritts von heute weiterarbeiten und das ukrainische Militär für die Zukunft stärken. Nach Angaben von Austin wollen sich die am Treffen beteiligten Staaten künftig monatlich treffen, um über das weitere Vorgehen zu sprechen.

US-Verteidigungsminister Lloyd äußerte sich auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen außerdem zu den jüngsten Warnungen des russischen Außenminister Sergej Lawrow vor einem Dritten Weltkrieg und einem Einsatz von Nuklearwaffen. Jedes Gerede über den möglichen Einsatz von Atomwaffen sei „sehr gefährlich und wenig hilfreich“, sagte Austin. „Niemand will einen Atomkrieg. Niemand kann das gewinnen.“

Es bestehe immer die Möglichkeit, dass eine Reihe von Dingen passieren könnten, sagte Austin. Es sei aber riskant und helfe niemanden, mit Säbeln zu rasseln und über den Einsatz von Nuklearwaffen zu spekulieren. Der Minister betonte, die USA täten alles in ihrer Macht stehende, um zu verhindern, dass der Krieg über die Grenzen der Ukraine hinaus außer Kontrolle gerate.

Lawrow hatte zuvor von einer realen Gefahr eines Dritten Weltkrieges gesprochen. „Die Gefahr ist ernst, sie ist real, sie darf nicht unterschätzt werden“, sagte er in einem Interview im russischen Staatsfernsehen.

Deutschland will ukrainische Soldaten ausbilden

Deutschland wird der Ukraine nach Angaben von Ministerin Lambrecht aber nicht nur Panzer zur Verfügung stellen, sondern auch bei der Ausbildung ukrainischer Soldaten helfen. Man habe bereits früh damit begonnen, Material wie Panzerfäuste oder Abwehrraketen aus den Beständen der Bundeswehr an die Ukraine zu liefern. „Genauso werden wir auch weitermachen. Zug um Zug das, was die Ukraine braucht und das, was mit unseren Alliierten zusammen möglich ist. Und wir werden uns auch weiter einbringen, beispielsweise in Kooperation mit unseren Freunden oder auch mit den Niederländern in Bezug auf die Ausbildung“, so Lambrecht.

Verteidigungsministerin wehrt sich gegen Kritik an Deutschland

Lambrecht verwahrte sich außerdem gegen den Vorwurf, dass Deutschland zu wenig Unterstützung für die Ukraine leiste. „Es hat in diesem Zusammenhang in den vergangenen Wochen auch Kritik an Deutschland gegeben“, sagte sie. „Die Zahlen sprechen aber eine andere Sprache.“ Ihr sei es „wichtig, dass wir hier weiter geschlossen zusammenstehen und uns nicht auseinandertreiben lassen“. Deutschland habe „in einem ersten Schritt“ aus Beständen der Bundeswehr „in großem Umfang Waffen und Ausrüstung an die Ukraine geliefert, etwa Panzerfäuste und Flugabwehrraketen“.

Vertreter aus mehr als 40 Ländern bei der Ukraine-Konferenz

Bei dem Treffen auf der Air Base in Ramstein ging es unter anderem konkret um die aktuelle Gefechtslage in der Ukraine. Zu Beginn machte der amerikanische Verteidigungsminister Lloyd Austin erneut deutlich, wie dringend die Ukraine internationale Hilfe brauche. Deshalb zeigte sich Austin erfreut, dass Vertreter aus mehr als 40 Ländern an der Konferenz teilnahmen. Die Ukraine brauche Hilfe, um sich selbst zu verteidigen, sagte er. Das Land verteidige seine Souveränität und habe dabei viele Länder an seiner Seite. Austin sagte: „Die Ukraine braucht jetzt Hilfe und auch nach dem Krieg!“

Bereits vor dem Treffen hatte der US-Politiker darauf gehofft, dass viele Länder der Ukraine „zusätzliche Munition und Haubitzen“ zusagen werden. Washington werde darauf drängen, der Ukraine „das zu beschaffen, was sie braucht.“

Bereits im Vorfeld hatten mehr als 30 Nationen zugesagt, einen Vertreter nach Ramstein zu entsenden – darunter auch Staaten, die nicht der NATO angehören. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat seine Teilnahme an dem Treffen auf die Air Base kurzfristig krankheitsbedingt abgesagt. Außerdem berichteten rund 100 Medienvertreter von vor Ort über das Treffen.

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Wer sich von außen einmischen wolle und eine für Russland unannehmbare strategische Bedrohung schaffe, müsse wissen, dass die Antwort »blitzschnell, rasch« sein werde.

»Wir haben dafür alle Instrumente«, warnte der Kremlchef. »Und wir werden nicht prahlen. Wir werden sie anwenden, wenn es nötig ist. Und ich will, dass alle das wissen.« Die notwendigen Entscheidungen seien bereits gefallen.

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Quellen: SWR und Telegram

Von Morpheus

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