Der russische General Alexander Dvornikow leitet jetzt offenbar die Invasion der Ukraine, teilt ein westlicher Beamter BBC mit. Das könne taktische Vorteile bringen.

Er ist berühmt und berüchtigt. Gefürchtet, nicht nur bei den Feinden Russlands, sondern auch bei den Staats- und Volksverrätern.

Ein westlicher Beamter hat bestätigt, dass Russland das Kommando über seine Operationen in der Ukraine neu organisiert hat, wobei der neue General über umfangreiche Erfahrungen mit Kampfeinsätzen in Syrien verfügt. Gegenüber Gordon Corera von der BBC sagte die Quelle, die anonym bleiben wollte demnach, dass der Kommandeur des südlichen Militärbezirks Russlands, General Alexander Dvornikow, nun die Invasion leitet.

„Dieser Kommandeur hat viel Erfahrung mit russischen Operationen in Syrien. Wir erwarten daher, dass sich die allgemeine Führung und Kontrolle verbessern wird“, so die Quelle. Mit dem neuen Befehlshaber wolle der russische Präsident Wladimir Putin versuchen, die verschiedenen Einheiten besser zu koordinieren, da die Truppen zuvor getrennt organisiert und befehligt worden waren, so der Beamte.

General Alexander Dwornikow hat umfassende Kriegserfahrung aus Syrien. Er ist zuletzt Befehlshaber im südlichen Wehrbezirk Russlands gewesen. Für seinen Einsatz im Syrien-Krieg wurde er 2016 von Präsident Wladimir Putin mit dem Heldenstatus ausgezeichnet. Offiziell wurde der Kommandowechsel von russischer Seite zunächst nicht bestätigt.

Dwornikow absolvierte 1978 die Ussuri-Suvorov-Militärschule und trat 1979 in die Rote Armee ein. Ab 1982 diente er im Militärbezirk Fernost als Zug-, Kompanie- und Bataillonsführer. Nach Absolvieren der Frunse-Militärakademie 1991 wurde Dwornikow in der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland eingesetzt.

2005 absolvierte er die Militärakademie des Generalstabes der Streitkräfte der Russischen Föderation und wurde anschließend Stabschef der 36. Armee im Militärbezirk Sibirien. Von 2008 bis 2010 war er als Generalmajor Stellvertreter des Kommandierenden des Militärbezirks Ost. Im Dezember 2012 wurde Dwornikow zum Generalleutnant befördert. Von 2012 bis 2015 war er Erster Stellvertreter des Kommandierenden des Militärbezirks Mitte. Am 13. Dezember 2014 wurde er zum Generaloberst befördert.

Von September 2015 bis Juni 2016 kommandierte er als Generaloberst die russischen Truppen in Syrien, bis er von Alexander Schurawljow abgelöst wurde. Die russischen Luft- und Weltraumkräfte haben während seines Kommandos über 9000 Flüge absolviert. Am 17. März 2016 bekam Dwornikow die Auszeichnung Held der Russischen Föderation verliehen. Seit September 2016 kommandiert er die Streitkräfte des Militärbezirks Süd. Am 23. Juni 2020 erhielt er den Rang eines Armeegenerals. Seit April 2022 ist er Oberbefehlshaber der Truppen beim Russischen Überfall auf die Ukraine.

Vor fast sieben Jahren, am 30. September 2015, startete Russland eine Militäroperation gegen Terroristen in Syrien. Wie sich die Situation in diesem Land verändert hat, was Russland verloren und gewonnen hat, wie sich die Einstellung der Bürger zu diesem Krieg verändert hat – im Material von Kommersant.

Wie sich die Machtverhältnisse in Syrien verändert haben

Im Dezember 2015 sagte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu, dass die in Russland verbotene Organisation Islamischer Staat (IS) die Ordnung in Syrien kontrolliere. 70% des Territoriums (Die Fläche des ganzen Landes beträgt etwa 185 Tausend km²). Bis Dezember 2017, nach Angaben des Verteidigungsministeriums, nur 5% des Territoriums und keine einzige große Siedlung… Ab 2019 hat der IS kein Territorium in Syrien, aber es gibt immer noch Zonen im Land, die von anderen radikalen Gruppen kontrolliert werden.

Quellen: Glasove.com; BBC; Wikipedia

Von Neo

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