Sie haben selten Berufs- oder Studienabschlüsse, sie plagiieren oder faken akademische Titel, sie haben keinerlei realwirtschaftliche Erfahrungswerte, haben zumeist nichts im Leben geleistet und profitieren zeitlebens von staatlichen Übertragungseinkommen – aber sie maßen sich an, den Planeten zu retten, große Gesellschaftsentwürfe am Reißbrett zu planen und den Deutschen vorzuschreiben, wie sie künftig zu leben haben: Die Grünen sind eine Geißel unserer Zeit, eine in den Rang einer Regierungspartei aufgestiegene New-Age-Sekte degenerierter Heuchler. Wohlstandsverwahrloste Luxuslinke wählen Zivilversager in Ämter, in denen diese maximalen Schaden anrichten können: So lautet ist die Kurzzusammenfassung der grünen Erfolgsstory.

Bevor ein Schwab im Corona-Kontext erstmals den „Great Reset“ umfassend artikulierte, war dieser bei den Grünen längst common sense – obwohl das, was sie als Fortschritt priesen, seit jeher bloß alter sozialistischer Wein in neuen, ökologischen Schläuchen war. Sie waren stets außerordentlich talentiert darin, aktuelle Ereignisse als Schrittmacher für bahnbrechende Umwälzungen zu instrumentalisieren. Tschernobyl und Fukushima war ihr Fanal des Atomausstiegs, die Flüchtlingskrise ihr Weckruf zur ethnischen deutschen Selbstbeseitigung, und Corona Mittel zum Zweck der Errichtung eines neuen Gängelungs- und Bevormundungsstaates. Und jetzt wird auch die Umwucht des Ukraine-Krise opportunistisch ausgenutzt, um die Stimmung in grünideologische Bahnen zu lenken.

Ausgenutzte Umwuchten

So haben die Grünen unter dem Eindruck des russisch-ukrainischen Krieges eine „Task Force” gebildet, die ihnen Impulse für ihre zukünftige Politik geben soll. Partei Co-Vorsitzende Ricarda Lang ließ via Twitter verlauten: „Der Krieg in der Ukraine ist ein Umbruch für Europa und unsere ganze Gesellschaft. Als Partei wollen wir in dieser heraus fordernden Zeit einen Resonanzraum für Debatten schaffen und zusammen Schlüsse ziehen. Deshalb setzen wir die Task Force Zeitenwende ein. Dort wollen wir gemeinsam mit Expert*innen aus der Partei, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über die Folgen des Kriegs für Politik und Gesellschaft sprechen und Schlussfolgerungen für unsere programmatische Arbeit ziehen. Uns ist es wichtig, verschiedene Perspektiven zusammen zu bringen (…)”.

Die bislang aus nicht weniger als 36 Personen bestehende Task Force soll am 13. April erstmals zusammenkommen und dann in Untergruppen aufgeteilt werden. Auch der Bundesvorsitzende Omid Nouripour, sprach von einem „Resonanzraum, um die notwendigen gesellschaftlichen Debatten und Impulse in unsere Partei zu holen und anzugehen.“ Hinter dem phrasenhaften Geschwurbel verbergen sich kaum verhohlene Absichten, politische Entscheidungen in allen öffentlichen Bereichen im Sinne einer grünen Agenda herbeizuführen, die als „alternativlos“ verkauft werden. Das „Tempolimit gegen Putin”, Verzicht auf fossile Energieträger bis hin zur Bereitschaft zum hungern und frieren gehören dazu, aber auch die künftige verteidigungspolitische Ausrichtung Deutschlands und die Frage, welche Rolle Bargeld und Privateigentum künftig noch spielen sollen bzw. dürfen.

In der eigenen Blase

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Julia Verlinden betonte, man wolle „auch unterschiedliche Perspektiven von außerhalb einbinden.” Was damit gemeint ist, offenbart schon die Liste der externen Mitglieder der „Task Force”: Es sind die üblichen institutionellen Verdächtigen des tiefen Linksstaats, Vertreter der Umverteilungs- und Regulierungslobby und allesamt Gegner von Markt- und Individualfreiheiten: Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Deutsches Institut für Entwicklungspolitik oder Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Auch die unvermeidliche Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ist natürlich vertreten. Es ist eine geradezu klischeehafte Kamarilla aus Grünen, staatsnahen Verbänden, Klima- und Soziallobbys und ihren Sympathisanten.

Wirkliche Perspektiven außerhalb der eigenen Blase scheinen nicht erwünscht zu sein. Wie der angeblich angestrebte „Resonanzraum“ aussehen wird, kann man sich unter diesen Umständen unschwer vorstellen – dürfte fraglos zu einer selbstreferenziellen, sich gegenseitig in ihrer Ideologie bestärkenden Selbsterfahrungsgruppe werden. Die neuen Erkenntnisse, die man aus dem Ukraine-Krieg zieht, dürften also vor allem darin bestehen, dass man die Energiewende, eine „feministische Außenpolitik“, deutsche und internationale Geschlechtergerechtigkeit und eine möglichst ungehemmte Massenmigration vorantreiben müsse. Wetten, dass…?

Quelle: Ansage.org

Von Morpheus

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