Das war schon einmal im 2015 in Syrien: Geblendete Radars, zerstörte elektronische Lenksystemen, sowie ein Hindernis Satellitenbilder zu machen, sind  wegen einer „Blase“ mit einem Durchmesser von 600 Kilometern, sagten einige NATO-Generäle.

Von der Kampfzone in der Ukraine kam die Nachricht von der Bereitstellung des neuen russischen Systems der elektronischen Störungen, die wie verlautet, Radars blinden, die elektronische Führungssysteme stören, und auch die Satellitenbilder verhindern kann.

Diese Nachricht folgt einem früheren Bericht über auffällige GPS-Störungen entlang der finnischen Ostgrenze, die die Frage nach der Sicherheit der elektronischen Navigation aufkommen lassen.

Anfang letzter Woche meldete die finnische Verkehrs- und Kommunikationsbehörde Traficom eine Häufung von Störungen des GPS-Navigationssystems – und veranlasste eine Warnung an den Flugverkehr. Störungen im Satellitenempfang sind im Grunde nichts Ungewöhnliches und können zum Beispiel auch durch starke Sonnenaktivitäten hervorgerufen werden. In diesem Fall waren aber auffällig oft Flüge in der Nähe der russischen Grenze betroffen. Ähnliche Störungen wurden aus dem Luftraum um Kaliningrad gemeldet. Und sie treten seit Längerem rund um die Kriegsgebiete in Syrien auf. Angesichts des von Putin geführten Kriegs gegen die Ukraine sind diese Vorfälle nicht überraschend, führen aber ein generelles Problem der Satelliten-gestützten Navigation vor Augen: Die Systeme können gestört werden, und das mit vergleichsweise einfachen Mitteln, denn das Signal ist relativ schwach und für die zivile Nutzung noch nicht einmal verschlüsselt.

Stören leicht gemacht

Die einfachste Variante ist das sogenannte Jamming. Dabei wird das Satellitensignal durch einen Störsender sozusagen übertönt. Das Navigations-Gerät empfängt nur noch starkes Rauschen und kann das korrekte Satellitensignal nicht mehr herausfiltern. Der Effekt für das Gerät ist derselbe, als ob das Satellitensignal abgeschirmt würde, dementsprechend zeigen die Empfänger auch eine schwache Signalstärke an oder verlieren den Kontakt zum Satelliten vollständig. Befindet sich der Empfänger im Grenzbereich des Störsenders, kann es auch zu Positionsfehlern von mehreren hundert Metern und plötzlichen Änderungen der Geschwindigkeitsanzeige kommen. Das zumindest hat eine von der norwegischen Marine unterstützte Untersuchung gezeigt.

Solche Jammer sind vergleichsweise simpel aufgebaut und lassen sich, obwohl verboten, für rund 150 Euro im Onlinehandel bestellen. Die simpelsten Modelle werden in Zigarettenanzünder im Auto gesteckt und sollen das Tracking des Autos verhindern. Auch wenn diese Sender wenig Leistung und entsprechend wenig Reichweite haben, kommt es mitunter zu Nebenwirkungen. So sollen sie unter Londoner Taxifahrern beliebt sein, um die automatische Aufzeichnung der Arbeitszeiten zu verhindern. Dabei stören sie zuweilen auch die Geldautomaten. Denn diese nutzen das GPS-Signal, um die Uhrzeit von Transaktionen zu synchronisieren. Dieses Problem trat schon im Jahr 2007 während einer Marine-Übung vor San Diego auf. Dort wurde das GPS-Signal absichtlich gestört – mit der Folge, dass auch die Geldautomaten an Land und die Notruf-Pager der Ärzte ausgefallen waren.

Infolgedessen ist die NATO effektiv innerhalb des Blasendurchmessers von 600 km vom Donbass geblendet, also blind und taub (wahrscheinlich auch stumm).

Der Autor versucht zu verstehen, welche Art von Geheimwaffen Russland in Ukraine im Einsatz hat. Es wird angenommen, dass die Technik ähnlich der „Richag“ (Lächeln) ist, aber anscheinend mit den Funktionen der in einem größeren Maßstab. Tactical Version des Systems wurde an Journalisten in Russland im April 2015 vorgestellt.

Das System „Richag“ wird auf der Basis Mi-8MT montiert. Sie sagen, dass jetzt es keine Möglichkeit gibt, es zu unterdrücken. Seine elektronische Gegenmaßnahmen sind entwickelt, um Radar, Sonar und andere Detektionssysteme, um Flugzeuge, Helikopter, UAVs, Boden- und Seestreitkräfte gegen Raketen- „Luft-zu-Luft“ und „Boden-Luft“ und anderen Verteidigungssysteme in einem Umkreis von mehreren hundert Kilometern zu schützen. Es kann an jede Art von Streitkräften, einschließlich Hubschrauber und Flugzeuge, sowie Boden- und Seestreitkräfte montiert werden. Viel Aufmerksamkeit brauchen die Krokodilstränen des NATO Generals Philip Bridlav, der sagte, dass zusätzlich „Russland uns den Zugang zum Mittelmeer, zu der Ostsee und dem Schwarzen Meer geschlossen hat“.

Quelle: Telegram

Von Trinity

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert